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22.10.2013

Bienenschutz: Verbot von Pflanzenschutzmitteln für den Haus- und Kleingarten


Am 30. September 2013 hat die zuständige EU–Kommission den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln mit den Wirkstoffen Imidacloprid und Thiamethoxam im Haus- und Kleingarten verboten.

Der Grund dafür liegt in der Wichtigkeit des Bienenschutzes. Imidacloprid und Thiamethoxam gehören zur Wirkstoffklasse der Neonicotinoide. Diese stehen laut neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen in Verdacht, bienenschädlich zu sein.
Ab dem 1. Oktober 2013 dürfen Mittel mit den genannten Wirkstoffen nicht mehr verkauft werden. Was die Hobbygärtner aber noch viel stärker betrifft: die Präparate dürfen auch nicht mehr verwendet werden. Jeglicher Einsatz ist mit dieser Verordnung seit dem 1. Oktober 2013 verboten.

Informieren Sie sich beim Kauf von Mitteln gegen beißende und saugende Insekten, dass keiner der Wirkstoffe darin enthalten ist. Auch Kombinationen mit anderen Wirkstoffen fallen unter das Anwendungsverbot. In Fachgeschäften wird normalerweise auf solche Dinge geachtet, zumal für den Verkauf von Pflanzenschutzmitteln eine Sachkundeausbildung vorhanden sein muss. Betroffen sind Präparate der Firmen Bayer und COMPO. Der Wirkstoffname steht immer außen auf der Verpackung. Die Namen der Pflanzenschutzmittel mit den verbotenen Wirkstoffen lauten:


Wirkstoff: Imidacloprid
Produktnamen:


Wirkstoff: Thiamethoxam
Produktnamen:

In allen Fällen gibt es keine Übergangsfristen für den Verkauf oder die Anwendung. Das Verbot greift sofort seit dem 1.10.2013.


Bewertung
Obwohl mit Thiamethoxam und Imidacloprid zwei Wirkstoffe im Haus- und Kleingartenbereich wegfallen, die aufgrund der systemischen Wirkung ihre Stärken vor allem in der Bekämpfung versteckt lebender Schädlinge wie Woll- und Schmierläuse im Zimmerpflanzenbereich hatten, begrüßt der BDG die vorläufige Ruhe-Anordnung.

Neonicotinoide stehen in Verdacht, subletale Effekte auf Bienen zu haben. Subletale Effekte sind toxikologische Einflüsse auf Wahrnehmung, Motorik und Kognition von Lebewesen. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde setzt sich seit langem für den Schutz der Honig- und Wildbienen in diversen Projekten und Aktionen ein, denn die Verbindung zwischen Gärtnern und Imkerei hat Tradition: ohne Biene keine Ernte, keine bunte Vielfalt!


Die EU-Kommission kündigte an, sie werde innerhalb von zwei Jahren eine Überprüfung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse anstrengen, die ihr zugehen. Bis dahin bleibt die Ruhanordnung uneingeschränkt wirksam.




(entnommen aus http://www.kleingarten-bund.de/der_bdg_informiert/news)



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